Vor ein paar Wochen gab es einen Moment, in dem ich wirklich dachte: Vielleicht rutsche ich gerade in ein Burnout.
Ich war erschöpft. Mein Kopf war ständig voll. Und ich hatte das Gefühl, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann.
Das Verrückte daran aber war: Ich habe eigentlich nicht mehr gearbeitet als sonst.
Mein Alltag war fordernd – so wie er es schon lange war. Trotzdem hatte ich immer weniger Energie. Und das hat mir ehrlich gesagt Angst gemacht.
Denn ich habe genau das erlebt, was viele erfolgreiche Menschen kennen: Tiefe Erschöpfung. Beruflich läuft vieles gut, aber innerlich wird die Energie immer weniger.
Das Schwierige daran ist: Viele glauben in dieser Situation, dass die Lösung einfach ist. Weniger arbeiten. Mehr Pause machen.
Aber genau das ist oft nicht die ganze Wahrheit.
Wenn die Energie plötzlich fehlt
Was mich besonders beschäftigt hat, war etwas anderes. Ich hatte plötzlich keine wirkliche Energie mehr für meine Familie und meine Freizeit.
Ich war zwar körperlich anwesend, aber innerlich oft noch bei meinen Gedanken, meinen To-dos oder meinen Problemen. Mir hat die Ruhe gefehlt, die Zeit mit ihnen wirklich zu genießen.
Viele meiner Klientinnen beschreiben genau dieses Gefühl: Der Kopf hört nie auf zu arbeiten. Selbst am Abend oder am Wochenende drehen sich die Gedanken weiter.
Das ist einer der Gründe, warum Stress im Business so gefährlich werden kann. Er endet nicht, wenn der Arbeitstag endet.
Ich habe versucht, Stress zu reduzieren – aber es hat nicht funktioniert
In dieser Situation habe ich das gemacht, was viele Menschen tun. Ich habe versucht, Stress zu reduzieren, indem ich weniger gearbeitet habe, Projekte hintenangestellt habe. Ich habe bewusst auf die Bremse gedrückt.
Und kurzfristig hat sich das sogar gut angefühlt. Doch nach kurzer Zeit ist etwas passiert, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe: Ich wurde noch unruhiger. Mein Kopf war ständig aktiv. Ideen sind nur so gesprudelt.
Und plötzlich wurde mir klar: Ein zu viel ist gar nicht mein Problem! Ich wollte doch meine Ideen und Projekte umsetzen.
Die überraschende Wahrheit über Burnout
In diesem Moment habe ich eine wichtige Erkenntnis gehabt.
Vielleicht steuere ich gar nicht auf ein Burnout zu. Vielleicht liegt das Problem ganz woanders.
Als ich genauer hingeschaut habe, habe ich etwas erkannt, das ich auch bei vielen meiner Klientinnen sehe: Manchmal verlieren wir unsere Energie nicht, weil wir zu viel tun, sondern weil wir unsere Energie in die falschen Dinge investieren.
Meine Erschöpfung kam nicht daher, dass ich zu viel gearbeitet habe, sondern daher, dass ich zu viel Energie in Dinge gesteckt habe, die nicht wirklich wichtig für mich waren. Und zu wenig Energie für meine Herzensprojekte übrig hatte.
Ich bin meiner Vision nicht gefolgt. Ich habe mich zurückgehalten. Und ich habe meine eigenen Bedürfnisse wieder einmal hinten angestellt.
Ein Muster, das vielen erfolgreichen Frauen Energie raubt
Dabei habe ich ein Muster wiedererkannt, das ich schon lange bei mir gesehen habe: Allen gerecht werden zu wollen. Für alle da zu sein. Alles immer richtig zu machen. Und mich selbst dabei oft an die letzte Stelle zu setzen.
Ich dachte, dass das ich das Muster schon aus meinem Leben verbannt habe, aber dem ist nicht so. Viele Menschen entwickeln solche Muster schon früh im Leben. Wir lernen zu funktionieren. Leistung zu bringen. Niemanden zu enttäuschen.
Doch genau diese Muster können später dazu führen, dass Stress im Business und im Leben immer größer wird.
Der Moment, der mir die Augen geöffnet hat
Dann habe ich mir eine einfache Frage gestellt: Was mache ich gerade anders als sonst?
Und plötzlich wurde mir etwas klar. Ich habe meine größten Energiequellen vernachlässigt.
Eine meiner wichtigsten Energiequellen ist Bewegung. Vor allem Laufen in der Natur. Normalerweise gibt mir das unglaublich viel Energie, das weiß ich schon lange, doch ich hatte mir eingeredet: Dafür habe ich gerade keine Zeit. (Auch wenn ich meinen Coaching Klient*innen immer erkläre wie viel Zeit das bringt, Energie zu tanken. )
Ich habe noch etwas anders gemacht wie immer: Ich habe eine Pause mit meinem Coach eingelegt.
Selber Coaching in Anspruch zu nehmen hilft mir immer sehr dabei, meine Themen anzuschauen und Klarheit zu bekommen, zu erkennen, wo ich an mir arbeiten darf, was nicht so gut läuft.
Aber auch hier habe ich mir gesagt: Dafür habe ich gerade keine Zeit.
Und genau da wurde mir etwas bewusst: Ich habe genau das getan, was viele meiner Klientinnen tun. Ich habe meine eigenen Bedürfnisse hinten angestellt.
Ich habe meine Vision aus den Augen verloren. Habe mein schlechtes Gewissen Oberhand gewinnen lassen und wieder mal meine Dinge hintenangestellt. Weil ich doch gelernt hatte, das die anderen immer wichtiger sind.
Mein Schlüssel zu mehr Energie im Alltag, den ich jetzt gefunden habe
Viele glauben, sie müssten einfach weniger arbeiten, um wieder mehr Energie zu bekommen. Doch oft geht es gar nicht darum, weniger zu tun.
Es geht darum, die richtigen Dinge zu tun.
Und sich ehrlich zu fragen: Was gibt mir wirklich Energie? Welche Muster rauben mir Energie? Was brauche ich, um mehr Energie im Alltag zu haben? Was will ich gerade wirklich?
Es ist so wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu sehen und auch dafür zu sorgen sie zu erfüllen. Das darf sein! Jetzt gehe ich wieder regelmäßig laufen, bin wieder in guten Abständen bei meiner Coachin. Und meine Energie ist zurückgekommen.
Mein Fazit aus den letzten Wochen
Meine wichtigsten Erkenntnisse nochmal in drei Sätzen für dich:
Es geht nicht immer darum, weniger zu tun. Sondern darum, das Richtige zu tun.
Wenn wir lernen, unsere Stressmuster besser zu verstehen und unsere eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, kann sogar ein sehr fordernder Alltag (wieder) leichter gehen.
Und es geht auch darum, dich selbst nicht immer an die letzte Stelle zu setzen.
Genau darum geht es auch in meiner Arbeit mit meinen Coaching Klienten. Und ich denke mit meinen Erfahrungen der letzten Wochen im Gepäck noch authentischer.
Wenn dir gerade die Energie fehlt
Wenn du merkst, dass dir gerade die Energie fehlt und du vielleicht Angst hast, dass dich dein Stress irgendwann überrollt, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen, bevor du das Gefühl hast, ins Burnout zu rutschen.
Denn hinter Erschöpfung steckt oft mehr als nur ein voller Terminkalender. Manchmal ist es ein Zeichen, dass dein Leben gerade nicht mehr ganz zu dir passt.
Und genau dabei unterstütze ich meine Klientinnen. Zurück in ihr Leben voller Energie zu finden.
Wenn du gerne mit mir darüber reden möchtest, wie ich dich auf deinem Weg unterstützen kann, dann schau dir hier gleich mal genauer meine Website an: Meine Website. Oder mach dir gerne ein unverbindliches Infogespräch aus: Zu meinem Kalender geht´s hier.
